Mobilität + Logistik
Energie + Wasser
Lebensräume
Datennetze
Das Bild zeigt die erste Gruppe von »MigrAzubis« zusammen mit den DSW21- und DEW21-Azubis sowie Manfred Kossack (Arbeitsdirektor von DSW21 und DEW21, 1. Reihe, rechts), Aysun Tekin (Projektleiterin Kausa Servicestelle Dortmund, 2. Reihe, rechts) und Dieter Heuvemann (Projekt-Organisator, 2. Reihe, links) am 28. Juli.

28.7.2017

Feilen und Löten

In den je zweiwöchigen Praktika erhalten die Jugendlichen nicht nur Einblicke in das Berufsleben, sie verbessern auch ihre Deutschkenntnisse und knüpfen Kontakte zu Gleichaltrigen. Die erste Gruppe mit 16 Teilnehmern aus Eritrea, Syrien, Iran, Afghanistan oder Guinea hat nun ihr Praktikum beendet, die Rückmeldungen waren  wieder ausgesprochen positiv.
Wie in den Vorjahren stellten Aysun Tekin (Projektleiterin Kausa Servicestelle Dortmund) und Birgit Ehm (DSW21-Mitarbeiterin, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv ist) wieder je eine Gruppe zusammen, Dieter Heuvemann (ehemaliger Leiter der Ausbildungswerkstatt) übernahm die Organisation. Die Teilnehmer konnten in der Ausbildungswerkstatt erste Einblicke ins Berufsleben und in die technische Ausbildung sammeln. Besuche der DSW21-Betriebsteile in Dorstfeld und Brünninghausen sowie ein kleines Freizeitprogramm gehörten ebenfalls zum Programm. Betreut wurden die 17 bis 18 Jahre alten Praktikanten von sechs DSW21- und DEW21-Azubis im ersten Lehrjahr. Bereits nach wenigen Stunden am ersten Tag war das Eis zwischen den Gleichaltrigen gebrochen.
 
Gemeinsam etwas bewegen
 
Feilen statt Freibad, Löten statt Eiscafé  – das kam bei den jungen Männern sehr gut an. „Die Teilnehmer sind sehr engagiert und haben viel Spaß“, beschreibt Aysun Tekin ihre Gruppe. „Sie entdecken hier, wo sie Stärken und Begabungen haben. Manche werden in Kürze die ersten Bewerbungen schreiben, da ist das Praktikum ein großer Motivationsschub.“
Organisator Dieter Heuvemann ist von dem Enthusiasmus und der Schnelligkeit, mit der die sich die Teilnehmer sprachlich verbessern, begeistert. Er findet, dass beide Seiten von dem Kontakt profitieren und lobt die Azubis, die die Praktikanten betreuen: „Ich muss kaum eingreifen, alles wird untereinander geregelt. Die sind extrem engagiert – wir hatten sogar welche, die extra ihren Urlaub für dieses Projekt verschoben haben!“
 
Begonnenes Fortführen
 
Im letzten Jahr hätten die Teilnehmer am liebsten das Praktikum verlängert. Das war zwar nicht möglich, doch vier Teilnehmer der zweiten Gruppe, die am 31. Juli startet, sind wieder dabei – und werden entsprechend etwas anspruchsvollere Aufgaben erhalten. Diese Gruppe wird wieder von Birgit Ehm betreut, die 2016 die Idee zu dem Ferienprojekt hatte.
Dieter Heuvemann ist schon jetzt mehr als zufrieden mit »MigrAzubi 2.0« und meint: „Natürlich kann man von einem zweiwöchigen Praktikum nicht zu viel erwarten. Doch wir sind stolz auf dieses Projekt und stehen voll dahinter. Es wäre schön, wenn dieses Beispiel Schule machen würde und noch mehr Unternehmen so etwas anbieten würden.“
 
»MigrAzubis« Teil der Integrations-Initiative »Wir zusammen« der deutschen Wirtschaft.